Macbook Pro Retina Test

Rubrik:
Laptop für Profis
Preis:
ab 2200€

Getestet von:
Wertung:
5
Am Juli 13, 2012
Letzte Aktualisierung:November 20, 2012

Zusammenfassung:

Ja, der Preis schmerzt, aber ansonsten bekommt man im Moment kein Gerät auf diesem Niveau, wenn professionell gearbeitet werden soll. Rechenpower, Verarbeitung und vor allem Display: momentan konkurrenzlos.

Das MacBook Pro mit dem Retina Display ist seit langer Zeit die spektakulärste Neuvorstellung von Apple. Das neue Display löst mit unglaublichen 2880 x 1800 auf und Apple ist sich diesen großen Schrittes so bewusst, dass sie das neue MacBook Pro intensiv bewirbt obwohl sie genau wissen, dass es kein Massenprodukt wird auf Grund eines sehr hohen Anschaffungspreises von ca. 2279€ (Startpreis für das MacBook Pro mit Retina Display). Ich bin bekanntlich ein absoluter Technikfanatiker aber auch ein großer Skeptiker wenn es um Apple geht, also war ein Test Pflicht. Ich verzichte jedoch bewusst auf große Video- und Fotoshows, da man selbiges überall im Netz findet. Das Macbook Pro habe ich in den Händen dank guter Verbindungen in die USA.

Hardware & Style

Das Retina Display hat als Aushängeschild natürlich seine Auflösung und das perfekte Bild, aber nicht zu unterschätzen ist der Größenvorteil, den es mitbringt. Das Macbook Pro ist mit einem Retina Display dünner UND leichter als ein „normales“ Macbook Pro. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Das wahre Leichtgewicht bleibt natürlich das Macbook Air, aber das Macbook Pro Retina ist inzwischen auf 2kg abgespeckt worden und ist an der dicksten Stelle lediglich bei 1,8cm. In Anbetracht der Rechenleistung (dazu später mehr) ein absoluter Topwert.

Ansonsten werden Kenner des Macbook Pro keine Überraschungen erleben. Eine Tastatur mit regulierbarer Hintergrundbeleuchtung, ein sehr großer Tackpad, links und rechts die Lautsprecher und die 720p Frontkamera sind alte Bekannte. Der Sound wurde allerdings verbessert gegenüber dem früheren Macbook Pro, wobei ich hier dennoch eindeutig Kopfhörer empfehle falls man Musikfan ist.

Was mir persönlich sehr gefallen hat, ist das veränderte Design bei den Anschlüssen und das scheint am ehesten vom Macbook Air inspiriert. War noch bei den alten Pros die Anschlussleiste beinahe komplett linkslastig, sind die Anschlüsse beim Retina nun auf beide Seiten verteilt. An dieser Stelle bin ich vor allem dankbar für USB 3.0 Ports auf beiden Seiten. Ansonsten gibt es neben zwei Thunderbolt Schnittstellen auch einen HDMI out und dies gefällt vor allem Nutzern wie mir, die möglichst von jeder Quelle spontan ein Signal an den Fernseher geben wollen, SAMT TON!

Nun zu den weniger erfreulichen Seiten: Netzwerkanschluss, Firewire und ein optisches Laufwerk? Adios Amigos! Apple mag die optischen Laufwerke eh nicht besonders und für alle, die wie ich an dem guten alten Netzwerk festhalten, es gibt Adapterkabel Thunderbolt-Netzwerk und bald wohl auch Thunderbolt-Firewire. Natürlich nicht kostenlos! Und dann DIE Änderung, die unglaublich klein ist, aber sowohl mich als auch viele andere nervt…die Batterieleuchte, die uns half zu sehen was noch an Saft da ist ohne das Macbook aufzuklappen? Weg…..warum weiß eigentlich niemand.

 

Leistung

Es gibt zwei Varianten von CPUs, eine 2.3GHz getakteten i7 von Intel und einen 2.6GHz getakteten i7. Der kleinere Prozessor kommt mit 256GB Flash-Speicher (SSD) und der größere mit 512GB. Beide haben als default 8GB RAM wobei ein Update auf 16 gegen einen soliden Aufpreis möglich ist.

Einige werden sich fragen warum es nicht noch kleinere CPU Versionen gibt um den Preis zu drücken…simpel und logisch: das Macbook Pro ist eine Arbeitsmaschine und muss hohes Tempo gehen und in der Kombination mit der beinahe monströsen Auflösung des Retina-Displays sind die Ansprüche noch einmal deutlich höher. Es wäre also eher schädlich fürs Image wenn es eine Variante gibt, die sich nicht wie absolute Spitzenklasse bedienen lässt, unwichtig ob man dabei Geld sparen kann.

Was ich hier weglasse sind die Gamingversuche eines meiner Mitarbeiter, die jedoch absolut positiv waren dank der tollen Rechen- und Displayleistung. Ich lasse das ein wenig bei Seite, da ich Technik gerne daran messe wofür sie gedacht ist und in diesem Fall ist das Stichwort „Arbeitstier“.

Die Kollegen eines Südafrikanischen Technikblogs haben ein Setup gefahren, bei dem das Macbook Pro Retina drei Bildschirme in FullHD Auflösung mit Filmen befeuert und zwar zusätzlich zum Retina Display…es gab nicht ein einziges Ruckeln. Das ist nur ein Beispiel wie viel Potenzial in diesem Setup steckt.

Was viele gesondert erwähnen ist, dass es nur SSDs als Option gibt. An dieser Stelle kann ich nur sagen: ich sehe es als selbstverständlich an, dass eine Arbeitsmaschine inzwischen auf SSD setzt. Ich kann mich an kaum einen Geschwindigkeitszuwachs erinnern wie durch die SSDs.

 

Akku

Ich habe einiges an Kritik gelesen im Internet, kann diese aber nur schwer nachvollziehen. Nervig ist dabei, dass man das Macbook Retina immer wieder mit dem Air vergleicht obwohl selbiges leistungstechnisch meilenweit dahinter liegt. Der wahre Vergleich sollte eher mit den Spitzenmodellen der Ultrabooks erfolgen, die ebenfalls recht dünn und leicht sind, aber auf Leistung getrimmt wurden. Hier liegt das Retina gleichauf mit dem Dell XPS 13 zum Beispiel. Absolut hinnehmbar und bedeutet 5 Stunden realistische Nutzung.

 

Hitze und Dezibel

Licht und Schatten in dieser Disziplin. Es hat mich begeistert wie leise das Macbook war, aber lässt man die CPU ackern, wird es wirklich heiß an der Stelle wo die CPU liegt. Natürlich zählt auch hier das Argument, das man vor allem eine Arbeitsmaschine schaffen wollte und kein Freizeit-Laptop, das man auf dem Schoss benutzt, ABER es sollte dennoch ein wenig runtergehen mit der Wärmeentwicklung.

 

Retinadisplay

Das Beste zum Schluss…das Display! Ich sage es wie es ist, mehr geht einfach nicht. Das Display brilliert neben der Auflösung auch durch die Bildqualität und Farben. Vor allem gefällt der extreme Betrachtungswinkel, der nun möglich ist. Hier hat Apple momentan ein Alleinstellungsmerkmal und für jeden Displayfanatiker DAS Verkaufsargument schlecht hin.

Einige Nachteil kommen noch dazu mit der Nutzung. Im Moment ist nur Safari in der Lage das Retina zu 100% zu unterstützen, so dass Chrome, Firefox und Opera beim Text nicht die Vorteile des Superdisplays nutzen. Dies dürfte sich mit Updates sicherlich ändern, schaut man sich die extreme Medienresonanz an. Das fantastische Display offenbart auch wie wenig Details viele Webseiten grafisch zu bieten haben, denn hier hängt das Internet dem Retina Display hinterher. Viele Onlineanwendungen werden von Safari jedoch aufpoliert mit dem exzellenten Beispiel von Google Docs. Die Anwendung sieht brillant aus, ABER nur im Safari-Browser.

Bei den Apps wiederholt sich das Erlebnis. Professionelle Anwendungen wurden angepasst während viele kleinere Apps noch an die neue Auflösung angepasst werden müssen, aber hier wäre ein Meckern sicherlich unfair, da es auch beim neuen iPad eine Zeit dauerte bis die App-Hersteller die Apps angepasst hatten.

 

Fazit

Ich vergebe keine Noten, da Noten bei technischen Geräten nur möglich sind, wenn man sie an den Kunden und seine Wünsche anpasst. Wie die ganze Seite, ist auch das Fazit meine persönliche Meinung. Ich habe alle PCs und Laptops immer als Arbeitsmaschinen gesehen und das Macbook Pro Retina ist eines der besten Arbeitsmaschinen, die ich in den Händen hatte. Negative Punkte sind die Hitzeentwicklung und vor allem der wirklich hohe Preis, denn mit ein oder zwei Extras sind die 3000€ gar nicht so weit entfernt.

Wer ein extremes Arbeitsgerät sucht und nicht die Geduld hat zu warten bis Windows-Hersteller mit den Ultrabooks nachziehen was das Display angeht (und das werden sie!), der sollte sich das Macbook mit dem Retina Display zulegen. Auch wenn Geld nicht der wichtigste Faktor ist und im Normalfall werdet ihr es nicht bereuen. Viele werden dieses Laptop leider ohne wirklichen Grund kaufen. Ich betone noch einmal, man sollte wirklich ARBEITEN (und ich rede nicht nur von etwas Office) mit diesem Gerät. Ansonsten tun es auch ein Air-Modell oder ein Ultrabook.

Ob man nun Apple mag oder nicht, aber als Konsument muss man ihnen dankbar sein, denn sie haben mit dem Macbook Pro Retina dafür gesorgt, dass alle Laptop Hersteller endlich anfangen auch die extrem hohen Auflösungen anzubieten.

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    • Retina Display ist im Moment konkurrenzlos
    • Extrem Leistungsfähig
    • Sehr gute Verarbeitung
    • Guter Akku
    • Beinahe perfekt zum Arbeiten an mehreren Monitoren

     

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      • Bei starker Auslastung hohe Temperaturen
      • Preis

       

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