Friday – eine abgedrehte App

Ich kann es nicht anders sagen. Die Friday-App ist seit gestern auf dem Markt für Android Produkte (natürlich an einem Freitag rausgekommen) und ich fühle mich bei genauer Betrachtung ein wenig wie auf dem Raumschiff Enterprise. Lasst mich mal nicht vorgreifen und die App vorstellen. Fridays Aufgabe ist es Daten des Nutzers aus verschiedensten Quellen zu sammeln und sie zu gruppieren. Im Grunde genommen sollen Daten wie Anrufe, SMS oder Emails mit anderen Daten kombiniert und zusammengefasst werden wie Fotos, Videos, Aufenthaltsorte, aber auch Facebook, Foursquare, Twitter usw. Das Ergebnis soll am Ende (Zitat TechCrunch) eine Suchmaschine fürs eigene Leben sein.

 

Nicht neu – oder doch?

Komplett neu ist die Nummer nicht, denn es gab schon einige Apps, die Daten gruppiert haben und am Ende hat sich kaum eine durchgesetzt (beispielsweise Jolicloud oder Greplin). Der Ansatz an sich ist interessant, aber das entscheidende ist die Präzision, mit der die einzelnen Datensätze zusammenkommen. Doch Friday möchte nicht mit einer Funktion glänzen, die es schon gibt. Man möchte einen Schritt weiter gehen, mit Applets.

Applets sind zusätzlich Apps, die als Standalone Version installiert werden und mit Hilfe der Friday-Datensätze das Leben „erweitern“ sollen. Dabei nannte TechCrunch einige Beispiele wie:

– Eine App, die einem mitteilt wenn der Akku zuneige geht und darüber informiert wo in der Nähe ein Ladegerät ist.

– Jetzt wird es abgedreht: eine Dialer-App, aber eine die nicht einfach die letzten Anrufer zeigt, sondern viel mehr die Personen, die man am wahrscheinlichsten Anrufen wird, gemessen und der Uhrzeit, dem Wochentag und den eigenen Gewohnheiten.

– Eine App, die eine die täglichen Aktivitäten zeigt, inklusive Aufenthaltsorte usw.

Das erste verfügbare ist dabei Trails. Dies ist die App, die die eigenen Aktivitäten eines ganzen Tages auf einem Diagramm oder einer Map zeigt. Dabei werden nicht nur Aufenthaltsorte angezeigt, sondern auch die Tätigkeiten wie Fotos, die man aufgenommen hat, die Tweets, die man abgefeuert hat oder die Anrufe, die man getätigt hat.

Wichtig ist: der Mutterkonzern plant die API zu öffnen, so dass auch Drittanbieter die Möglichkeit bekommen passende Applets zu entwickeln. Die Datensätze, insbesondere der gesamten Masse, könnten zu echten Social-Empfehlungen führen. Momentan müssen die Menschen Orte empfehlen oder gezielt einchecken. Sammelt man die Daten automatisiert, können ganz leicht Toplisten der Masse entstehen wie: beliebteste Orte, Songs usw.

Sicherlich ein wenig beängstigend, aber für einen Geek wie mich auch gleichzeitig faszinierend. Hier das Promotion-Video der App. Die App selbst gibt es im Play Market:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=NWREmW9ymoc

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