Hawaii: DAS Paradies Teil1 – Oahu/Honolulu

Ja, endlich ein Klischee, Hawaii ist ein Paradies! OK, das ist keine so neue Entdeckung, aber meine Frau und ich haben das selbst entdeckt!

Natürlich begann mein Interesse für Hawaii wie bei allen Jungs meiner Generation (wobei, sogar bei noch einer vor mir) durch Magnum. Damit meine ich nicht seine Brustbehaarung, die an eine Palmenlandschaft erinnert, sondern die Tatsache, dass die Serie auf Hawaii spielte. Außerdem gibt es da natürlich noch Elvis und seine Filme, auch wenn ich damals nicht einmal in Planung war bei meinen Eltern, so war ich immer ein Anhänger des Kings. Sicherlich war es auch die Sehnsucht nach einem sehr fernen Ziel und Hawaii hat einfach diesen Klang, der einen schon davonschweben lässt.

Mein junger Padawan, merke dir....Wenn es eine gute Idee war, dann war es die der Lady! Click to Tweet

Nun standen meine heutige Frau und ich damals als verlobtes Paar vor der Entscheidung wann wir heiraten wollen und wie und wohin es zum Honeymoon gehen sollte…bis irgendwann einer von uns beiden scherzhaft sagte „lass uns einfach auf Hawaii heiraten, wir wollten da eh immer hin und wir wollen den Tag eh für uns haben statt uns nur um die Gäste zu kümmern.“ (ich weiß wirklich nicht mehr wer diese wunderbare Idee hatte, aber da sie so wunderbar war, wohl meine Frau). Gesagt, getan…ich muss anmerken, dass die Dame des Hauses ein einzigartiges Organisationstalent ist, während ich zur Sorte gehöre, die sagt „hinfliegen und dann mal schauen“. Daher war es nur richtig, dass sie die gesamte Planung übernommen hatte. Der Plan stand: zuerst Honolulu (Insel Oahu), dann Maui (dort auch die Hochzeit) und dann zwei weitere Inseln, damit man so viel wie möglich sieht. Mietwagen war auf allen Inseln außer Oahu eingeplant. Gestartet wurde in Frankfurt, mit kurzer Übernachtung in Charlotte und von da aus direkt nach Honolulu. Geplant waren 14 Tage.

Ich muss an dieser Stelle zugeben, dass ich kein Freund von Vorurteilen und Klischees bin, allerdings bin ich nicht der politisch korrekte Typ und mache gerne Witze über Klischees. Eines davon ist das Klischee vom Hawaiianer mit asiatisch-polynesischen Wurzeln und eleganten 60-80 Kilo Übergewicht. Nun ja, genau so jemand war die erste Person, die wir sahen als wir landeten und ein kleines Schmunzeln konnte man sich dann auch nur schwer verkneifen. Mit dem Taxi ging es dann ins Zentrum wo sich unser Hotel befand.

Weisheit des Tages - du bekommst ein Upgrade wenn du auf deiner Hochzeitsreise bist! Click to Tweet
Anflug auf Honolulu

Anflug auf Honolulu – klicken zum Vergrößern

Das erste was jemand wie ich testen muss ist ob wirklich die Klischees funktionieren, die man von Hawaii und den USA hört. Eines davon ist: „du bekommst ein Upgrade wenn du auf deiner Hochzeitsreise bist“. Wir haben die Anspielung gemacht und schon hatten wir den Meeresblick als Upgrade ohne zusätzliches Entgelt. Die wunderbarste Eigenschaft der Amerikaner ist ihre Begeisterungsfähigkeit, denn bei allem Geschäftssinn möchte man alles daran setzen, dass eine Hochzeitsreise auch eine schöne Erinnerung bleibt!

Honolulu selbst

Nun ja, alles so eine Sache. Ich mag es, dass man trotz hektischer Großstadt noch immer die hawaiianische Gelassenheit vorfindet. Dennoch ist Honolulu ganz klar eher eine Großstadt mit wenig eigentlichem Hawaii-Feeling. Natürlich sollte jeder durch die Stadt schlendern und den Waikiki-Beach besuchen, der jedoch absolut überlaufen ist. Für Shopping-Freudige ist diese Stadt jedoch ein Paradies, insbesondere wenn ihr auf der Suche nach den wirklich teuren Sachen seid. Ob Chanel oder so ziemlich jeder andere teure Designer, einen Shop haben sie alle in Honolulu.

Wirklich Charme kommt aber nur in einem Laden auf und das ist der „Bailey’s Antiques and Aloha Shirts“-Laden. Der Laden ist versteckt und nicht auf der Haupteinkaufsstraße, er sieht von außen nach nichts aus und ist dennoch der prominenteste Laden Hawaiis. Hier haben schon Promis wie Nicholas Cage ihre Hawaii-Hemden gekauft und man kann zahlreiche Fotos von Promis bewundern. Wer Hawaii-Hemden für Kitsch hält oder für ein Klischee, der liegt meilenweit daneben. Selbst als Banker ist es einem auf Hawaii erlaubt auch bei der Arbeit ein Hawaii-Hemd zu tragen (das oder einn Anzug, nicht andere Freizeitsachen). Die Auswahl an Hemden ist bei Bailey’s Antiques and Aloha Shirts unglaublich und man hat das Gefühl es würde nicht ein einziges zusätzliches Hemd reinpassen. Für wahre Fans mit einem größeren Geldbeutel gibt es original vintage Hemden, die jedoch vierstellige Summen kosten! Auch hier gibt es eine Anekdote. Wir wollten beide nicht, dass ich einen Anzug anziehe, da das nicht so gepasst hätte und die beste Auswahl an Hawaii-Hemden gab es in diesem Shop. Als wir einen Tag vor der Abreise nach Maui zum Laden sind, hatten wir uns mit den Öffnungszeiten vertan und die Angestellte wollte gerade abschließen. Nachdem die Worte „Hochzeit“ und „Notfall“ fielen lächelte sie, ließ und rein und bediente und beriet und 30 Minuten lang bis wir das passende Hemd hatten.

Bailey's Antiques and Aloha Shirts

Bailey’s Antiques and Aloha Shirts – klicken zum Vergrößern

Ansonsten gilt

Erlebt die Stadt, bleibt ein paar Tage, aber Honolulu ist NICHT Hawaii wie ihr es wirklich lieben werdet. Trotzdem kann man zwei oder drei Sachen sehen, die es absolut wert sind.

Hanauma Bay

Eine Bucht, die ziemlich bekannt ist. Ein unglaublich schönes Gebiet zum Schnorcheln und um Schildkröten zu sehen. Schon beim runterlaufen vom Parkplatz in Richtung Bucht wird man von diesem wunderschönen Anblick erschlagen. Kommt möglichst früh und genießt jeden Sonnenstrahl! Es wird nie zu voll, aber der Ort ist durchaus bekannt und man glaubt es kaum, aber er liegt nur ca. 14 Meilen von Honolulu entfernt. Klickt auf eines der Bilder für die größere Gallerie:

 

Westcoast Oahu

Auch hier sieht man die Dummheit der Massentouristen. Sie versuchen sich krampfhaft am Waikiki-Beach zu quetschen, dabei muss man nur mit dem Auto die Westküste hochfahren. Schon nach ca. 5 Meilen hat man Honolulu hinter sich gelassen und fährt neben der Küste entlang. Heißt in diesem Fall: unzählige Kilometer perfekter Sandstrand und man kann überall endlos viel Platz für sich haben um das Meer und das Wetter zu genießen. Das Surferparadies liegt dann im Norden der Insel, aber dahin haben wir es nicht geschafft, da der Zeitplan recht straff war.

Westcoast

 

Essen in Honolulu

Es gibt beinahe alles. Wir haben uns an die etwas amerikanischeren Sachen gehalten, weil wir auch kein Problem damit haben mal was Neues zu probieren selbst wenn es nur Fastfood ist. Das Bubba Gumps (ja, es wurde unglaublich gut umgesetzt mit dem Thema Forrest Gump) empfehle ich gerne, weil ich das Konzept nett finde und das Bubba Gumps im Alamoana Center war nett. Wir haben auch die Cheesecake Factory ausprobiert. Wenn ihr zur Sorte gehört „ich bin so geil, dass ich immer was Individuelles finde, was auf keinen Fall mehrere Filialen hat.“, dann ist die Cheesecake Factory nichts für euch, aber dann seid ihr doof und verpasst wirklich gutes Essen. Wir waren in Honolulu wirklich auf Erprobungstour der amerikanischen Ketten, also durften auch Dinge wie IHOP oder KFC nicht fehlen (KFC natürlich nur weil sie Sachen hatten, die es bei uns nicht gibt).

Besonderheiten

Man pflegt ja immer das Vorurteil des unfreundlichen Großstadtmenschen. Dies mag eventuell in einigen Städten stimmen, aber nicht in Honolulu. Und ist wirklich keine Person begegnet, die in irgendeiner Weise unfreundlich war. Viel mehr gehen die Menschen hier aufeinander zu und sprechen einen einfach an und wenn es nur ist, weil einer Frau die Nagellackfarbe meiner Frau gefiel! Ja, hier zählen auch die wichtigen Themen!

Fazit nach Honolulu

Unglaublich nette Menschen, sehr gutes Klima und eine Großstadt, die in ihrem Tempo klarmacht, dass man hier etwas entspannter ist.

 

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