Google und Microsoft stark

Beide Weltkonzerne haben ihre Ergebnisse präsentiert und während Microsoft auf den ersten Blick zu schwächeln scheint, wird schnell deutlich, dass man ein zweites Mal hinsehen muss. Google verdient prächtig und einige Medien in Deutschland scheinen nicht zu begreifen warum auch Motorola für Google ein Grund zur Freude ist. Die Frage, die sich jedoch alle stellen ist: wie gut sind beide Unternehmen für die Zukunft aufgestellt und kann Microsoft wieder Apple und Google angreifen?

 

Google – starke Zahlen

Google verdient insgesamt 2,8 Milliarden Dollar, 11% mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Der Motor ist und bleibt dabei (dies dürfte nun niemanden überraschen) die bezahlte Werbung. Hier dominiert Google und zwar nicht nur bei AdWords, sondern zunehmend auch bei der „Bildanzeige“ auf Webseiten. Der Umsatz des Unternehmens wurde vor allem durch Motorola aufgebläht und liegt inzwischen bei 12,5 Milliarden Dollar.

Einige deutsche Medien sprachen von Motorolas Verlusten und waren sogar naiv genug von einem eventuellen Fehlkauf zu sprechen. Google verschaffte sich hier einen starken Hardware-Hersteller und hat bislang kaum in Restrukturierung investiert. Motorolas größtes Problem war die schlechte Update-Politik ihrer Smartphones und Tablets. Wer glaubt ernsthaft daran, dass die ein Problem ist, das anhalten wird? Motorola ist noch eine Baustelle, aber das Grundvolumen ist enorm und bietet reichlich Potenzial. Allein die Sicherheit, die Motorolas Patente mit sich bringen dürfte Google die damalige Kaufsumme von 12,5 Milliarden wert sein.

Weiteres riesiges Potenzial verbirgt sich hinter den Einnahmen, die Googles Nexus Tablet mit sich bringen wird. Das Tablet selbst ist ein Nullgeschäft, aber damit hat Google einen Fuß in der Tür um Content zu verkaufen und bei der aktuellen Nachfrage nach dem Tablet dürfte sich diese Idee lohnen.

[fancy_link color=“white“ link=“http://investor.google.com/earnings/2012/Q2_google_earnings.html“] Offizielle Pressemitteilung und Details [/fancy_link]

 

Microsoft – Zukunftssicher?

Da die deutschen Medien gerne ein tiefes Grundniveau halten, bestanden alle Titel aus reißerischen Schlagzeilen über Microsofts Verlust, nur um später zu erklären, dass die Zahlen an sich stark sind und eine alte hohe Abschreibung letztendlich den Verlust verursacht hatte. Microsofts großer Fehlkauf Aquntive kostete das Unternehmen nun 6,2 Milliarden Dollar und ließ die Redmonder auf einen Verlust von 492 Milliarden Dollar.

Im Gegensatz zu den deutschen Medien waren die Börsianer an Inhalten interessiert und so zog die Aktie um 2,5% an, denn bei einem genaueren Blick steht Microsoft sehr gesund dar und scheint bereit für die Zukunft. Der Umsatz stieg auf ein Rekordergebnis von 18,06 Milliarden Dollar. Das Zugpferd hier war ganz klar das Geschäft mit den Business-Kunden. Diese Sparte erwirtschaftete in diesem Jahr 15,7 Milliarden Gewinn, wobei hier insbesondere die Office-Produkte eine Geldmaschine zu sein scheinen.

Für die zukünftigen Ergebnisse dürfte alles von Windows 8 abhängen, aber auch hier scheint Microsoft gut dazustehen. Die Idee des eigenen Tablets ist gut und auch andere Schritte waren richtig (siehe unseren Bericht HIER) und das Betriebssystem scheint jetzt schon stabil, schnell und vor allem durchaus innovativ zu sein. Wichtigster Punkt von Windows 8 und wohl der Grund für die große Zuversicht: das System wird die gleiche Plattform auf PCs, Tablets und Smartphones haben. Hinzu kommt, dass Microsofts Vorstellung des neuen Office-Pakets einiges an Lob produzierte. So scheinen Bedienung und viele Ideen durchaus innovativ, auch wenn es Raum für Verbesserungen gab. Dazu kommt, dass Microsoft rechtzeitig auf den Cloud-Zug aufgesprungen zu sein scheint mit Office365.

Sorgenkind ist die Xbox, aber mit der Einführung von mehr Inhalten und der Umwandlung von Spielekonsole zu Entertainment Center scheint Microsoft die Zeichen der Zeit erkannt zu sein. Hier bleibt aber die Frage ob die Kunden den Imagewandel annehmen werden.

[fancy_link color=“white“ link=“http://www.microsoft.com/en-us/news/press/2012/jul12/07-19fy12Q4earningsPR.aspx“] Offizielle Pressemitteilung und Details [/fancy_link]

 

Alle gegen Apple

Hauptangriffsziel für beide ist hier ganz klar Apple und tatsächlich scheinen beide Unternehmen auf ihre Weise bereit zu sein für diese Schlacht. Sie haben vor allem ihre Lücken gestopft und zukunftsfähige Produkte rausgebracht.

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